Was sind Kennzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung?

Leidet ein Mensch als Folge eines traumatischen Erlebnisses über einen Zeitraum von mehreren Wochen unter folgenden Beschwerden, kann dies auf eine Posttraumatische Belastungsstörung hinweisen. Wiedererleben, Vermeidung, und das Gefühl ständiger Bedrohung sind typische Kennzeichen der Erkrankung:

  • Wiederleben

Menschen können die traumatischen Situationen unterschiedlich wiedererleben. Einige Menschen erleben aufdringliche Erinnerungen an die traumatische Situation (sogenannte Nachhallerinnerungen) oder Albträume, die starke Gefühle (z.B. Angst) und körperliche Reaktionen (z.B. Anspannung, Schmerzen) hervorrufen können. Dabei können Situationen oder Reize, die an das traumatische Erlebnis erinnern, als bedrohlich wahrgenommen werden und zu intensiven Belastungen und körperlichen Reaktionen bei Betroffenen führen. Symptome des Wiedererlebens zeichnen sich zudem dadurch aus, dass sie auftreten, wenn sich betreffende Personen schon nicht mehr in der traumatischen Situation befinden.

  • Vermeidung

Betroffene vermeiden Gedanken und Erinnerungen sowie Aktivitäten, Situationen oder Personen, die mit dem traumatischen Ereignis verbunden sind, um sich vor aufdringlichen oder schmerzlichen Erinnerungen zu schützen. Beispielsweise kann es sein, dass Menschen, die im Rahmen eines Verkehrsunfalls ein traumatisches Erlebnis gemacht haben, dazu tendieren Situationen im Straßenverkehr zu vermeiden, die besonders eng mit dem traumatischen Erlebnis verknüpft sind. So kann es vorkommen, dass Betroffene aufhören, selber Auto zu fahren oder den öffentlichen Personennahverkehr (z.B. Bus, U-Bahn) zu nutzen, weil sie möglicherwiese befürchten, dass ihnen ein Unfall oder etwas anderes Schlimmes zustoßen wird. Daneben kommt es zur Vermeidung von Gedanken und Gefühlen, die an das traumatische Erlebnis erinnern.

  • Gefühl ständiger Bedrohung

Auch lange nach der traumatischen Situation kann es sein, dass sich Betroffene immer noch durch die mögliche Wiederkehr neuer traumatischer Erlebnisse bedroht fühlen, obwohl sie sich gar nicht mehr in der ursprünglichen traumatischen Situation befinden. Dies zeigt sich zum Beispiel in einer erhöhten Alarmbereitschaft der Betroffenen, indem sie ihre Umgebung ständig nach Anzeichen von Gefahren absuchen. Auch kann das anhaltende Gefühl von Bedrohung dazu führen, dass Betroffene eine erhöhte Schreckhaftigkeit aufweisen, zum Beispiel wenn laute Geräusche in der Umwelt plötzlich auftreten.

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