Unabhängig von der Art der Angsterkrankung besteht jede Angstbehandlung aus mehreren unterschiedlichen Phasen.

  • Zunächst ist es notwendig, die genaue Diagnose zu ermitteln und vor allem die im Einzelfall bedeutsamen Ursachen der Angsterkrankung sorgfältig zu erfassen, um zu verstehen, wie die Angsterkrankung entstanden ist und wodurch sie aufrechterhalten wird. Denn nur, wenn wir diese Faktoren (individuelle Anfälligkeit, spezifische Auslöser, ggf. persönliche Teufelskreise aus Vermeidung und Angstgedanken) und ihr Zusammenwirken genau kennen, können wir mit dem Patienten einen konkreten Behandlungsplan entwerfen.
  • Der Entwurf eines individuellen Behandlungsplans ist sehr wichtig, denn Patienten, die ihre Angsterkrankung mit Hilfe einer Psychotherapie überwinden wollen, sollten möglichst genau wissen, was in der Therapie auf sie zukommt, warum welche Übungen notwendig sind, wie diese therapeutischen Übungen wirken und welche Veränderungen zu erwarten sind. In einem Satz: Sie sollten alle Vor- und Nachteile der Behandlung genau prüfen, bevor sie sich entscheiden, diese Behandlung zu beginnen.
  • Die Behandlung beginnt mit einer sorgfältigen Planung der einzelnen Therapieschritte und geht danach in die Phase der eigentlichen Übung und Bearbeitung über, durch die eine effektive Überwindung der Ängste erreicht werden soll. Nach der stationären Behandlung werden die erreichten Veränderungen unter normalen Alltagsbedingungen erprobt und weiter verfestigt. Hierbei unterstützen wir unsere Patienten im Rahmen der sogenannten telefonischen Nachbetreuung.